Taufe

Vorbereitung der Tauffeier

Als kleine Hilfe zur Vorbereitung auf die Tauffeier, können Sie online durch das Taufmagazin des Erzbistums Köln („Du bist ein Segen“) blättern.


Den Ablauf der Taufe finden Sie auch auf diesen Webseiten oder auf den Seiten des Erzbistums beschrieben.


Sie finden dort Anregungen für die Fürbitten, Liedvorschläge und Lesungstexte, …

Für die Heiligenlitanei, die vor den Fürbitten gebetet/gesungen wird, finden Sie unter Heilige.de oder Heiligenlexikon.de – passend zu den Vornamen – Heilige und deren Geschichte.

Bevor die Taufe stattfindet, wird in jedem Fall aber auch noch ein Taufgespräch stattfinden.

Wenn Sie jetzt schon ein bisschen tiefer dem nachgehen möchten, was die Taufe eigentlich bedeutet,

  • finden Sie hier einen Radiobeitrag. (Podcast Radio Horeb)
  • finden Sie nachfolgend 2 YouTube-Videos von Kirche in Not, in denen Pater Hans Buob über das Geheimnis der Taufe spricht.
    „Taufe – Verheißung ewigen Lebens“
    Teil 1
    Teil 2
  • lesen Sie einfach weiter …

Bedeutung der Taufe

Durch die Taufe erhalten wir von Gott 4 große Geschenke (Gnaden)

  • Das erste Geschenk, dass wir in der Taufe erhalten, ist eine neue Identität als Kinder Gottes. 
    „Seht, welche Liebe uns der Vater geschenkt hat: Wir heißen Kinder Gottes und wir sind es. (1 Joh 3,1)
    Gottes übergrosse Liebe schenkt uns eine neue Identität und Würde:
    Wir werden real Kinder Gottes, unfassbar und doch wahr!
    Dieses unfassbare Geschenk nimmt uns durch Jesus hinein in Seine Liebesbeziehung zum Vater. Wir werden in Jesus Christus Söhne und Töchter Gottes durch eine geistliche, durch den Heiligen Geist gewirkten, Adoption. So gilt die Zusage Gottes, die sich bei der Taufe Jesu ereignet, als sich der Himmel öffnet und die Stimme des Vaters auch uns zuspricht:
    Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden“ (Mk 1,11) Diese neue Identität als Söhne und Töchter Gottes gibt uns eine neue, unverlierbare Würde. 

  • Ein zweites Geschenk besteht in der Vergebung der Sünden und der Tilgung der Erbschuld. Zwei Begriffe, mit denen wir uns vielleicht schwer tun.
    Vielleicht können uns folgende Überlegungen helfen.
    Es ist zunächst einmal eine Tatsache, dass kein Mensch perfekt ist und Niemand ganz bei Null anfängt. Wenn ein Mensch geboren wird, dann erbt er von seinen Eltern, Grosseltern und der Verwandtschaft, … neben viel Gutem auch Schlechtes; körperliche, psychische und geistliche Belastungen und Prägungen.
    Dazu gehört auch, dass der Mensch nicht in der tiefen Einheit mit Gott lebt, so wie Gott das ursprünglich vorgesehen hatte.
    Der Mensch erfährt, dass er in seinem Willen zum Guten geschwächt ist. Wenn er versucht (immer) das Gute zu denken und zu tun, wird er feststellen, dass er dazu nicht (immer) in der Lage ist.
    Es sträubt sich etwas im Menschen, sich selber als Geschöpf anzunehmen und Leben, Weisungen und Liebe vom Schöpfer dankbar und froh zu empfangen.
    Der Mensch ist auch in der Lage in sich eine Neigung zum Bösen zu erkennen.
    Der Hl. Paulus drückt es einmal so aus:
    Das Wollen ist bei mir vorhanden, aber ich vermag das Gute nicht zu verwirklichen. Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will, das vollbringe ich. Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, dann bin nicht mehr ich es, der es bewirkt, sondern die in mir wohnende Sünde. Ich stoße also auf das Gesetz, dass in mir das Böse vorhanden ist, obwohl ich das Gute tun will.“ (Röm 17, 18b-21)
    Durch die Taufe werden wir durch Jesus mit Gott verbunden und damit in diesen Heilsstrom Christi hineingenommen.
    Von diesem Heilsstrom Christi her beginnt unser Leben heil zu werden. Nicht magisch, sondern in dem Maße, wie wir bereit sind umzukehren.
    Die Kirche spricht deshalb von der heiligmachenden Gnade. Gottes Gnade macht uns richtig, heil und gut. Dadurch sind wir nicht mehr festgelegt durch die Vergangenheit.

  • Ein neuer Weg wird möglich. Dieser neue Weg zeigt uns das dritte Geschenk.  
    In der Wiedergeburt der Taufe beschenkt uns Jesus mit Seinem Geist.
    Wir erhalten Anteil an Seinem Glauben, Seiner Hoffnung und Liebe.
    Wir nennen dies die drei göttlichen Tugenden: Glaube, Hoffnung und Liebe.
    Damit diese göttlichen Kräfte in uns wachsen können, braucht es unser Mitwirken.
    Der Heilige Paulus schreibt an Timotheus, den er als Bischof eingesetzt hat und der wohl ein wenig mutlos geworden ist:  
    „Darum rufe ich dir ins Gedächtnis: Entfache die Gnade Gottes wieder, die dir durch die Auflegung meiner Hände zuteil geworden ist.“ (2 Tim 1,6).
    Es geht hier also um eine Gnadengabe, die Timotheus mit erneutem Glauben wieder aufleben lassen kann.
    Paulus weiht ihn nicht noch einmal zum Bischof – das wäre unmöglich und auch unnötig – denn die Kraft, die ihm verliehen worden ist, ist nicht tot, sondern schläft nur.
    Wie Timotheus die Weihe nur einmal empfängt, so wird das Sakrament der Taufe ebenfalls nur einmal gespendet.
    Wenn also bei Timotheus eine Erneuerung der Gnade, die er bei der Bischofsweihe erhalten hat, möglich ist, dann gilt das in gleichem Maße für die Taufe.
    Bei jeder innigen Berührung durch den Heiligen Geist erneuert sich die sakramentale Gnade, was natürlich für alle Sakramente gilt, die wir bereits empfangen haben.

  • Als viertes Geschenk erhalten wir eine neue Familie.
    Jeder von uns, der geheiratet hat, stellt fest, dass er sich nicht nur mit der einen Person verbindet. 
    Wer heiratet, kommt in Kontakt mit der Familie des Partners und lernt seinen Freundeskreis kennen. Das Beziehungsnetz erweitert sich.
    Das ist auch bei Jesus so:
    Durch den Bund mit Ihm in der Taufe werden wir durch Ihn automatisch mit all denen verbunden, die zu Ihm gehören.
    Paulus schreibt:
    „Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen … und alle wurden mit dem einen Geist getränkt.“ (1 Kor 12,13).
    In der Taufe werden wir durch den Heiligen Geist in ein neues Beziehungsnetz, in den Leib Jesu Christi, in die Familie Gottes, in die Kirche aufgenommen.
    Diese neue Familie besteht aus den Menschen in der konkreten Gemeinde vor Ort, aus der ganzen römisch-katholischen Kirche (und mit allen Christen, die auf der Erde leben), den Heiligen im Himmel, den Engeln, …